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Ab durch den Schnee

Nur noch ein paar Wochen und wir sind wieder zurück im winterlichen Wunderland. Während der kalten Jahreszeit können so manche abgelegene Regionen im nördlichen Europa sowie einige Skipisten nur via Schneemobil erreicht werden. Schneemobile sind so gefragt wie nie zuvor: In den Jahren 2017 und 2018 wurden allein in Europa und Russland 24.583 Stück verkauft. Laut der United Snowmobile Alliance (USA) lässt sich auf globaler Ebene ein jährliches Wachstum um 5 % attestieren.Lest hier einige faszinierende Fakten zum Thema und erfahrt zudem einige Tipps von Technikexperten, solltet ihr selber stolzer Besitzer eines Schneemobils sein.


 

Einige interessante Fakten: Während die meisten Schneemobile in den USA (2018: 1,2 Millionen registrierte Schneemobile) und Kanada (0,6 Millionen) verkauft und registriert werden, gibt es auch in Europa und Russland einige Gegenden, in denen die Nachfrage groß ist: Sibieren, das finnische und schwedische Lapland, Gletscher in Island, die Tromsø-Region in Norwegen als auch die Schweiz, Österreich und die deutschen Teile der Alpen. Ihr Anwendungsbereich kann ganz unterschiedlich sein. Mal werden sie als primäres Transportfahrzeug benötigt, als Freizeitbeschäftigung oder als Werkzeug, um zu Rettungszwecken eine Schneespur zu erzeugen. „Schneemobile sind nicht nur einfach ein Fortbewegungs- oder Transportmittel, sondern auch ein Lebensstil,“ sagt Mikael Lyckberg, Area Manager Nordic von NGK SPARK PLUG EUROPE. Er fährt fort: „Schneemobile finden in Gebieten Anwendung, die Mensch und Maschine sehr herausfordern. Aus diesem Grund interessieren sich nicht nur die Abenteuerlustigen für Schneemobile, die einfach Spaß am Fahren haben, sondern auch Fahrer, die sich die technischen und mechanischen Aspekte der Fahrzeuge genauer ansehen.“ 

Aufgrund ihres Einsatzes weit entfernt der ausgetretenen Pfade und in Notfallsituationen müssen die Fahrer dafür sorgen, dass die Schneemobile auch stets fahrbereit sind -  in jeder Situation. „Da Schneemobile oftmals extremen Temperaturen ausgesetzt sind, haben wir sicherzustellen, dass unsere speziell designten Produkte wie Zündkerzen und Zündkabel Temperaturen bis zu -30°C standhalten können,“ erklärt Kai Wilschrei, Senior Manager Technical Services Aftermarket EMEA bei NGK SPARK PLUG EUROPE. „Wir bieten eine große Spanne an wasserfesten und feuchtigkeitsabweisenden Zündkerzen und Zündkabel für Schneemobile. Aufgrund unserer großen Auswahl findet jeder das passende Teil. Ambitionierte Fahrer können den Einsatz von Zündkabeln aus der NGL Racing-Produktserie in Erwägung ziehen. Die Kabel werden aus einer speziellen Verbindung hergestellt, die auf Silikon basiert, die absolut elastisch und stabil bleibt, auch unter den schwierigsten Bedingungen.“
 




Doch zurück zu den Zahlen: Laut der International Snowmobile Manufacturers Association (ISMA) ist der durchschnittliche Schneemobil-Fahrer 45 Jahre alt, männlich und liebt Outdoor-Sport. Weltweit gibt es vier Millionen Fahrer, von denen viele einem der 3.000 existierenden Clubs angehören. Zudem gibt es Non-Profit-Gesellschaften wie die Swedish Snowmobile Federation (SNOFED). 
Die Notwendigkeit, abgelegene und schwer erreichbare Gebiete zu erreichen, war seinerzeit ein starker Treiber für Innovation. Die ersten Schneemobile erschienen in den frühen 1900er Jahren und wurden von Propellern angetrieben. Russland, wo ganzjährlich riesige, schneebedeckte Areale durchquert werden mussten, entwickelte den ersten sogenannten Aerosani in 1903. In 1911 patentierte Harold J. Kalenze den Propellerantrieb in Manitoba (Kanada). Im selben Jahr nutze Robert Falcon Scott frühe Motorschlitten für seine Expedition zum Südpol, wenngleich das Unterfangen fehlschlug, da diese Vehikel nicht an die lokalen Gegebenheiten angepasst waren. Der kanadische Erfinder Joseph-Armand Bombardier entwickelte das erste moderne Schneemobil in 1922.

 

Die daraus entstandene Firma Bombardier Recreational Products (BRP) ist auch heute noch im Geschäft, mit Niederlassungen in den USA und Kanada. Einer der größten Hersteller von Schneemobilen in Europe übrigens ist Alpina aus Italien. 

Also, habt einen tollen Winter und passt auf euch auf, egal, mit welchem Gefährt ihr unterwegs seid! Falls ihr mit einem Schneemobil durchstarten möchtet, gibt euch unser Experte Mikael Lyckberg, Area Manager Nordic, noch ein paar Tipps mit auf den Weg.




  
Als Erstes sollte das Schneemobil gewaschen werden, vor allem, falls es draußen stand. Sollte der Tank leer sein, tankt es mit neuem Benzin auf. Sollte der Tank voll und das Benzin gut erhalten sein, ist alles in Ordnung. Falls nicht, leert den Tank lieber und füllt ihn mit frischem Benzin auf.

Dies ist auch ein guter Zeitpunkt, die Zündkerzen zu wechseln, um späteren Problemen vorzubeugen. Stellt sicher, dass ihr den richtigen Drehmoment beim Anziehen der Zündkerzen beachtet, um eine einwandfreie Funktion in allen Bedingungen zu garantieren.
Wenn du die Zündkerzen austauschst, ziehe unsere Iridium IX in Betracht. Ihre hochwertige Metalspitze bietet diverse Vorteile wie eine verbesserte Zündung, längere Lebensdauer, weniger Fehlzündungen und keine Rußablagerungen.

Auch wichtig ist es, die Zündleitungen- und stecker zu überprüfen. Hohes Alter und eingedrungene Feuchtigkeit erhöhen den Widerstand, resultierend in schwächerer Leistung. 

Weitere Überlegungen: Muss das Kettenkastenöl gewechselt werden? Sind alle einzufettenden Stellen präpariert? Entspricht die Spannung der Gummiketten den Vorgaben? Ist mit dem Gurt alles in Ordnung? Vergiss auch einen Ersatzgurt nicht. Und falls du ein Ladegerät hast, lade die Batterie auf.

Und jetzt kann der erste Ritt der Wintersaison losgehen!